
Im Folgenden erläutere ich, wieso ich was wie mache - möglichst zeitoptimiert und einfach.
Betriebsweise

Ich imkere auf Deutsch Normalmaß 1,5 (kurz DNM 1,5) in der Seegeberger Kunststoffbeute mit flachen Honigzargen (sog. Flachzarge) und einräumigem Brutraum und Inder 12er modifizierten Dadant- Holzbeute. Ich arbeite hierbei mit der modernen Betriebsweise des angepassten Brutraumes.
Man kann unterschiedlicher Auffassung sein, welche Betriebsweise die richtige ist und Imker streiten sich seit jeher über das richtige Beuten- und Rähmchenmaß, den Beespace und die gute imkerliche Praxis und richtige Betriebsweise. Ich bin der Meinung, dass es nicht die eine richtige Betriebsweise gibt. Jeder Imker muss für sich und v.a. seine Bienen den richtigen Weg finden, dabei sollte grundsätzlich das Tierwohl im Vordergrund stehen.
Der Honig- bzw. Schleuderraum
Hierfür habe ich im Keller die Waschküche komplett saniert. Der Boden ist mit einer wasserbeständigen Bodenversiegelung und einem Bodenablauf versehen, der Raum zum großen Teil an den Wänden gefliest (oder demnächst mit Edelstahlblechen hygienisch abwaschbar verkleidet). Ich habe semiprofessionelles Equipment in Form einer großen Schleuder, einem Deckelwachsschmelzer, einer Honigabfüllmaschine, einem 150kg beheiz- und kühlbarem Rührfass um den perfekten Cremehonig zu produzieren u.v.m.
Standorte / Bienenstände
Angefangen hat alles im heimischen Garten am Rand von Hellern, einem Stadtteil von Osnabrück. An Tracht gibt es hier im Frühjahr zahlreiche Weiden, eine Heuwiese in unmittelbarer Nachbarschaft, ein Waldgebiet mit Laub- und Nadelgehölzen und die Gärten der Nachbarschaft mit ihren Obstbäumen, Sträuchern und Blumen. Rapsfelder gibt es im Hauptflugradius der Bienen verinezelt. In der Sommertracht blühen hier viele Linden, sodass er Sommertrachhonig viel Lindenanteil hat. Aber an unserer Straße stehen auch ein paar Robinien (Scheinakazie).

Einen 2. Standort habe ich gleichim ersten Jahr bei meiner Schwiegermutter im 20km entfernten Vehrte bei Belm im Landkreis Osnabrück. Hier gibt es ein ähnliches Trachtangebot der Gärten im Wohngebiet, des Waldes an den Hängen des Wiehengebirges, aber auch das ein oder andere Rapsfeld in der nähren Umgebung. Immerhin schmeckt der Honig hier schon wieder etwas anders als der zuhause.
Und dann kam 2024 der 3. Stand ungefähr 3km von meinem Wohnhaus entfernt dazu. hier gibt es eine Streuobstwiese, Schafweide und als späte Sommertracht zur Gründüngung Blühwiesen mit Sonnenblumen, Borretsch, Phacelia, Ackerrettich, Buchweizen u.v.m. Hier gehe ich einmal pro Woche mit dem Hund ne große Runde um neben den regelmäßigen Kontrollen auch zwischendrin mal nach dem Rechten zu sehen. Außerdem steht hier seit Winter 2025 auch ein Honigverkaufskästchen.
